Brauchen wir ein Geh-Recht?
Wir kennen das Eisenbahnrecht, Flugrecht, Schifffahrtsrecht und natürlich auch das Verkehrsrecht. Aber ein Gehrecht? Recherchiere ich den Begriff, so finde ich Gehrecht im Zusammenhang mit Dienstbarkeiten, Grunddienstbarkeiten und Nießbrauch. Dieses Gehrecht klärt beispielsweise, wann ich ein Grundstück betreten darf oder unter welchen Bedingungen ein Flurstück für das öffentliche Begehen belastet werden darf.
Doch das meine ich nicht. Folgende Situation beschreibt mein Anliegen näher: In Lüneburg wurden im großen Stil Zebrastreifen demontiert. Das Argument: mehr Sicherheit für den Fußgänger. Und das Ergebnis? Der Fußgänger, der eine Straße queren will, verliert jegliche Sicherheit an diesen Verkehrspunkten. Er darf sich an den Straßenrand stellen, geduldig warten, bis sich ihm eine günstige Gelegenheit bietet, über die Straße zu spurten und inständig hoffen, auf der anderen Seite lebendig anzukommen.
Freie Fahrt für freie Bürger — diese Ideologie pervertiert zum Lebensrisiko nicht nur für Kinder und Ältere, sondern für Jedermann. Wer partout über die Straße gehen will, geht auf eigenes Risiko, so einfach ist das. Warum benutzt der Fußgänger nicht die 250 m entfernte Ampelanlage an der übernächsten Kreuzung? Der gehende Mensch wird bewusst und gezielt aus den Verkehrsräumen gedrängt. Soll er sich sich, um vorwärts zu kommen, etwa auch ein Auto zulegen?
Der wahre Grund ist klar: Der Verkehr soll unbehindert fließen. Selbst durch sogenannte Fußgängerzonen rauscht der Verkehr von Paketdienst-Zustellern, lokalen Handwerkern und Stadtbussen. Der langsame, gehende Mensch hat sich gefälligst anzupassen. Er soll auf die Autorfahrer Rücksicht nehmen, sie nicht behindern, ihre ökonomisch wertvolle Zeit nicht mit Warten vergeuden.
Es wird Zeit für ein Recht, das dem gehenden Menschen dient, das ihm seinen ursprünglichen Raum zurück gibt — das wäre doch nur ge-recht.
Infos:
Geh-Recht – Verkehrsrecht und Planungsgrundlagen, Fuss e.V.
Veröffentlicht am 07. Mai 2010 von Joachim Zischke
Kreatives Gehen, himmelblau
Wann haben Sie zuletzt ein streifenloses Blau am deutschen Himmel gesehen? Ein Blau, changierend zwischen luzidem Aquamarin und intensivem Lapislazuli? Mit klarer, sommerlich frischer Luft, herrlicher Fernsicht und »über allen Gipfeln ist Ruh«?
Veröffentlicht am 20. April 2010 von Joachim Zischke
Ü+F in Nußdorf, Rheinland-Pfalz
Letzte Woche reiste ich in Rheinland-Pfalz, entlang der Deutschen und der Südlichen Weinstraße. Getreu meinem Motto, abseits der großen, breiten Straßen etwas Neues zu entdecken, wurde ich, kurz vor Landau, in dem kleinen Weinort Nußdorf fündig.
Veröffentlicht am 30. März 2010 von Joachim Zischke
Abseits der großen, breiten Straßen
Wenn wir reisen, wollen wir schnellstmöglich von A nach B kommen. Nicht der Weg ist das Ziel, das Kennenlernen von Landschaften, Menschen, Orten und Städten, sondern schlicht das Ankommen. Und das unabhängig davon, ob wir nur eine kurze oder eine vier Stunden dauernde Fahrtzeit zu überbrücken haben.
Veröffentlicht am 28. März 2010 von Joachim Zischke
Von Rückenschmerzen, dem Reden und Gehen

Nach einer Veröffentlichung im The Lancet, dem führenden Medizinjournal, wirkt eine Gesprächstherapie oft effektiver gegen Rückenschmerzen als Medikamente oder Spritzen und ist dazu noch um einiges preiswerter. Eine Studie britischer Wissenschaftler zeigt, dass schon sechs Sitzungen die Schmerzen längerfristig linderten. Die Forscher fordern die Psychotherapie auf, dem Patienten gegenüber vor allem die falschen Vorstellungen über Rückenschmerzen auszuräumen. So ist Bewegung gut für den Rücken, er muss bei Schmerzen nicht geschont werden.
Fünftausend Schritte jeden Tag — das ist ein Pensum, mit dem Sie nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch Ihrem Rücken etwas Gutes tun. Bewegen, nicht das Sitzen, entspricht unserer natürlichen Lebensform. Am besten, Sie bauen eine Gehzeit fest in Ihren täglichen Lebensrhythmus ein. Schnell wird Ihnen das Bewegen zur Gewohnheit, zum Vergnügen und Verlangen: Sie verspüren die wohltuenden Wirkungen und können bald nicht mehr ohne sie sein. Das Bewegen stärkt nicht nur unser Immunsysten, es sorgt auch für gute Laune und frische Ideen im Kopf.
Jetzt, im zaghaften Frühling, wäre ein gute Gelegenheit, mit dem regelmäßigen Gehen ernst zu machen. Und wenn Sie sich nicht alleine aufraffen mögen, fragen Sie Freunde, Kollegen oder Nachbarn, sich Ihnen anzuschließen. Gemeinsam verdoppelt sich das Vergnügen. Wann starten Sie?
Veröffentlicht am 03. März 2010 von Joachim Zischke
Was bedeutet Wellness für Sie?
Wellness — das bedeutet für die meisten von uns sicherlich erst einmal Entspannung, Stress abbauen und etwas für unsere Gesundheit tun. Interessant zu wissen, dass gemäß dem Oxford English Dictionary schon 1654 Sir A. Johnson in einer Monografie von wealnesse schrieb, das mit »guter Gesundheit« übersetzt wird. Heute verstehen wir unter Wellness nicht nur gute Gesundheit, die wesentlich für ein glückliches und zufriedenes Leben ist, sondern ein ganzheitliches, vielfältig nutzbares Gesundheitskonzept.
Was Wellness für den Einzelnen bedeutet, kann man zur Zeit sehr schön im WellnessLife-Blog von Annette Heydenreich und Dietrich Blank lesend verfolgen. Blogger-Kollegen schreiben hier über ihre ganz persönlichen Wellness-Erfahrungen. Auch ich habe mich mit einem Beitrag beteiligt. Ich muss nicht betonen, dass das Gehen dabei im Vordergrund stand.
Was bedeutet Wellness für Sie? Denken Sie vielleicht mal ein oder zwei Minuten darüber nach. Möglich, dass Sie danach zu einer ganz anderen Sichtweise kommen und gar ein eigenes Wellness-Programm für sich in Angriff nehmen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und gutes Gelingen dafür!
Link: WellnessLife Blog
Veröffentlicht am 22. Februar 2010 von Joachim Zischke
Es ist nur ein ganz normaler Winter
In unserer technisierten Welt meinen wir, die Natur im Griff zu haben: ein paar Maschinen einsetzen und schon läuft alles wie gehabt. Wir haben uns schon zu sehr von den natürlichen Grundlagen des Lebens entfernt. Weiße Weihnacht, ja, das wollen wir. Aber einen ganz normalen Winter, nein, das empfinden wir als Zumutung.
Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Joachim Zischke
SonntagsGedicht
Winterweiße Schneekissen
der Erde Schultern
umhüllen ein schweres Ahnen
aus dunklen Tiefen ruft die
Träume Unruhe der
Horizont unserer Zukunft
blass und grau —
transparente Hoffnungen der
Frühling ersehnt
erwartet die Blätter
glänzender Sonnen die
tropfende Zeitschmelze
unserer müden Augen.
Veröffentlicht am 17. Januar 2010 von Joachim Zischke
Gemeinsam die Methode vorantreiben. Erfahrungen austauschen. Synergien bündeln. Neue Konzepte entwickeln und in die Praxis umsetzen. Werden Sie Partner bei GehenLand. Infos 

29.05.2010: »Kreatives Gehen, himmelblau« auf der Museuminsel Hombroich. Interessenten sind willkommen.
Gehen Sie. Wechseln Sie Perspektiven. Beschreiben Sie Ziele. Finden Sie neue Lösungen. Tauschen Sie Gedanken aus. Lernen Sie sich besser kennen. Gehen Sie in andere Richtungen. Bei Sonne, Wind und Wetter. In den Bergen, an der Küste, im flachen Land. Wo und wann immer Sie es wünschen. Kontaktieren Sie mich.
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